++ Der Vorverkauf läuft. Hohe Nachfrage für das KUKI-Sommerfestival mit Ringmasters, Torsten Sträter, Gitte, ONAIR, Gundermann-Filmpremiere mit Open-Air Konzert, Thomas Rühmann. Sichern Sie sich rechtzeitig ihre Karten im Vorverkauf. Das Platzangebot ist begrenzt. *** KUKI - Wir können Kino & Kultur
 
Start zum KUKI-Sommerfestival 2008 - 22. Juli, Katharinenkirche Steinau
21.06.2018

 

Ringmasters  - Die Weltmeister der Akkorde 

 

Stockholm/Schlüchtern. Die vier virtuosen Sänger im Close-Harmony-Stil wie die Comedian Harmonists gastieren auf Einladung des KUKI Schlüchtern am 22. Juli in der Steinauer Katharinenkirche als Auftakt zum diesjährigen Sommerfestival. Mit von der Partie ist an dem Abend auch das Damen-Ensemble des Grimm-MischChores, Sweet Viala. Rasmus Krigström erzählt im Interview mit Andrea Euler von der Entstehungsgeschichte der Ringmasters, berauschenden Augenblicken und seinem Verhältnis zu Deutschland.

 

 

  

Die deutsche A-cappella-Formation Basta hat ein Lied mit dem Titel „Es ist nur a cappella, doch ich mag es“ geschrieben. A cappella und insbesondere Barbershop sind sehr ausdrucksstarke Musikgenres. Wieso haben Sie sich für diese entschieden und nicht etwa für Rock oder Pop?

 

Rasmus Krigström: Als Heranwachsende haben wir in der Schule oder in der Kirche im Chor gesungen – und damit eine Menge „a cappella“. Als wir dann eine Barbershop-Szene in einer Episode der Zeichentrickserie „Die Simpsons“ sahen, fanden wir diese Art des Gesangs cool, lustig und ungewöhnlich. Also wollten wir das ausprobieren – und der Rest ist Geschichte.

 

 

Für all die, die den Unterschied noch nicht kennen: Könnten Sie in ein paar Worten erklären, was Barbershop von a cappella unterscheidet?

 

Krigström: Bei a cappella handelt es sich um einen ganz großen Bereich all der Musik, die ohne Instrumente gesungen werden kann. Barbershop dagegen ist eine alte amerikanische Tradition. Barbershop beruht auf vier Stimmen, die „close harmony“ in einer sehr speziellen Art singen. Bei „close harmony“ sorgt die Gleichartigkeit der Stimmen dafür, dass der Abstand zwischen oberster und tiefster Stimme möglichst schmal gehalten wird. Die Melodie wird nicht von der ersten, sondern von der zweiten Stimme gesungen. Das Ergebnis ist eine sehr starke Harmonisierung der Melodie, es entsteht ein sehr spezieller Klang. Das versteht man, sobald man es hört.

 

 

Was zeichnet ein gutes Barbershop-Vokalensemble aus?

  

Krigström: Barbershop eröffnet uns einen neuen Weg, uns auszudrücken. Es gibt einen entscheidenden Kick beim Barbershop-Gesang, der nennt sich „the ringing chord“. Dabei verstärken sich bestimmte Obertöne der vier Stimmen gegenseitig, manchmal sogar so sehr, dass der Oberton vom Publikum als eigener Ton wahrgenommen wird – obwohl genau dieser von keiner der vier Stimmen tatsächlich gesungen wurde. Ein wirklich gutes Barbershop-Quartett kann diese klingenden Akkorde erzeugen. Das ist das Ziel. Es ist schon eine extreme Art zu singen. Aber sie hat eine starke Wirkung, und genau das begeistert uns.

 

 

Und wie ist der Quartettname entstanden?

 

Krigström: Wir saßen zusammen und redeten uns die Köpfe heiß. Ich schlug in einem Wörterbuch einen Namen nach – und auf derselben Seite bin ich auf den Begriff „Ringmaster“ gestoßen, also „Direktor eines Zirkus“. Ein sehr passendes Wortspiel: „Ringing the chords“ und „Ringmasters“. Wenn du ein „Ringmaster“ bist, dann bist du ein „Meister der Akkorde“, und das ist etwas sehr, sehr Gutes beim Barbershop-Gesang. Der Name war das Ziel – also haben wir uns dafür entschieden.

 

 

Traditionell ist Barbershop-Gesang ja männlich. Was hat sich verändert?

  

Krigström: Es gibt seit fast 80 Jahren sowohl Barbershop-Vereinigungen für Männer als auch für Frauen. Innerhalb der jeweiligen Organisationen gibt es jährlich einen Wettbewerb. Das Phänomen gemischter Barbershop-Quartetts tauchte erst im Jahr 2012 auf, als in Deutschland die erste Internationale Quartettmeisterschaft der gemischt singenden Barbershop-Quartette, „WorldMixed“, ausgerichtet wurde. Und Deutschland ist bis heute führend in der Organisation von gemischt singenden Barbershop-Quartetten, was insbesondere dem Verband BinG! (Barbershop in Germany) zu verdanken ist. Die Entwicklung ist regelrecht explodiert und zu einem richtig großen Ding überall auf der Welt geworden. Insbesondere in Schweden und Deutschland.

 

 

Können Sie sich vorstellen, mit Frauen in einem Quartett zu singen?

 

Krigström: Tatsächlich singe ich bereits in einem Quartett mit zwei Frauen. Wir nennen uns „Potential Scandal“ und haben 2017 beim Europäischen Mixed-Quartett-Wettbewerb eine Goldmedaille gewonnen. Ich bin absolut begeistert vom Singen in einem gemischten Quartett. Es ist phantastisch – und es wurde Zeit.

 

 

Welches waren die größten Erlebnisse Ihrer Quartett-Karriere?

 

Krigström: Davon gab es viele. Vor zehn Jahren etwa haben wir den „Young barbershop contest“ gewonnen, das war für uns ein großer Moment. Dann 2012 die Barbershop-Weltmeisterschaft – das war vermutlich der größte Moment für unser Quartett. Die Tour, die gleich im Anschluss folgte, war für uns ebenfalls grandios. Sechs Monate, überall auf der Welt, in Australien und Neuseeland – das war eine große Sache. 2013 im amerikanischen Fernsehen aufzutreten, war großartig. Ebenso der Auftritt in der Symphonic Hall in Nashville/Tennessee, wo wir das Notre Dame Medley gesungen haben, das auch auf You-Tube angeschaut werden kann. Und vor eineinhalb Jahren der Auftritt im Konzerthaus von Stockholm, das war herausragend: Wir waren sehr gut vorbereitet, aber das Publikum war genauso gut.

 

 

Gibt es vielleicht den ein oder anderen Tipp für die hiesigen Sänger, was sie ihrer Stimme Gutes tun können?

 

Krigström: Es gibt da sehr gute Medikamente. Aber Dampf hilft ebenfalls sehr gut. Wasser heiß machen und den Dampf einatmen ist ein guter Trick.

 

 

Sie waren ja schon mehrfach in Deutschland. Wie gefällt es Ihnen hier?

 

Krigström: Schweden und Deutschland sind nicht so unterschiedlich, aber Deutschland ist ein bisschen mehr „gemütlich“ (wobei Rasmus Krigström das Wort auf Deutsch ausspricht, Anm. d. Red.). Es ist wärmer, die Wärme der Menschen kommt für gewöhnlich mit der Wärme der Temperatur. Schweden können sehr freundlich sein, aber im ersten Moment wirken sie oft etwas kühl. Die Deutschen haben so eine warme Ausstrahlung. Und die Organisation rund um das Thema Kultur ist großartig in Deutschland, das ist sehr beeindruckend. Das haben wir in dieser Form in Schweden nicht.

 

 

Was würden Sie neu startenden A-cappella-Gruppen mit auf den Weg geben?

 

Krigström: Zurück zu den Anfängen. Arbeitet an den Grundlagen von Musik, von Rhythmus, von Stimmungen. Ich weiß, das ist hart, wenn man keine musikalische Ausbildung hat. Aber die Grundlagen zu verbessern, sorgt für ein gutes Ergebnis, ein gelungenes Endresultat.

 

 
Ringmasters-Konzert - Ermäßigte Tickets für Chor-Sängerinnen und -Sänger
21.06.2018

Ermäßigte Tickets für Chöre, so funktioniert’s    

Alle aktiven Sängerinnen und Sänger eines Chores in der Region erhalten das Konzertticket zum Sonderpreis von 18,- Euro (statt normal VVK 22,- / AK 26,-). Dafür tragen sie sich in eine vom Chorleiter gegengezeichnete Liste ein, die an das KUKI zurückgesandt wird und die an der AK als Berechtigungsnachweis ausliegt. Für die kleine Mühe erhalten die Chorleiter jeweils zwei Freikarten. Die ermäßigten Tickets sichert man sich durch Erwerb online: www.kukikino.de oder bei einer der VVK-Stellen: Geschäftsstelle der Kinzigtal Nachrichten in Schlüchtern, Hölzer Kommunikation in Sterbfritz sowie Buchhandlung Dichtung & Wahrheit in Wächtersbach oder an der Abendkasse. Ein Anspruch auf ermäßigte Karten gibt es nur, solange noch Plätze vorhanden sind. Listen anfordern oder formlos senden an: Willkommen-Chor@kukiteam.de oder Service 06661-608410 (tgl. 14 -18 Uhr) 

 

 
Kulturangebote des Kuki trägt wesentlich zur Lebensqualität im Bergwinkel bei — 1.300 Menschen nehmen an Umfrage teil
22.03.2018

 

Die Fuldaer Zeitung hat das Ergebnis der Besucherumfrage des KUKI eingehend analysiert: 

www.fuldaerzeitung.de/ Die Umfrageergebnisse im Detail

 

Lesen Sie hier eine Zusammenfassung ohne die Grafiken:

 

Das Kuki wird von Lob geradezu überschüttet 

 

SCHLÜCHTERN  Das Kuki genießt bei seinen Fans ein hohes Ansehen. Das lässt sich einer Online-Befragung entnehmen, an der fast 1300 Menschen teilgenommen haben. Über 90 Prozent urteilen, dass das Kulturangebot des Kuki „wesentlich zur Lebensqualität im Bergwinkel beiträgt“. Fast ebenso viele plädieren dafür, dass die Stadt künftig das Angebot an Film, Musik und Kabarett wesentlich mitfinanziert.

 

Vier Wochen war die Umfrage online erreichbar und so eingestellt, dass die insgesamt 19 Fragen von jedem PC aus nur einmal beantwortet werden konnten. Dies sollte verfälschende Mehrfachbeantwortungen verhindern. Im Durchschnitt sind die Teilnehmer 49 Jahre alt, überwiegend (64 Prozent) weiblich, und sie leben zu 57 Prozent in Schlüchtern und seinen Stadtteilen. 69 Prozent der Antwortenden besuchen das Kuki ab und zu, 30 Prozent regelmäßig. 60 Prozent halten dieses Angebot für sehr wichtig oder wichtig (37 Prozent).

 

Alle Befragten hatten auch die Möglichkeit zu erklären, ob und warum ein Besuch im Kuki etwas besonderes ist. Viele lobten die gemütliche Atmosphäre, die kurzen Wege, den Kontakt zu anderen Besuchern, die Programmauswahl jenseits des Mainstreams und dass das Kuki „ein für den ländlichen Raum überdurchschnittliches kulturelles Angebot“ offeriert. Fast jeder Antwortende äußert sich zu der Frage. Und die weit überwiegende Mehrzahl überschüttet das Kuki geradezu mit Lob.

 

Ganz hoch im Kurs stehen bei den Befragten die Kinofilme (91 Prozent), Kabarett/Comedy (55 Prozent) sowie Rock- und Popkonzerte (31 Prozent). Die wenigsten (6,6 Prozent) interessieren sich für Tanz/Ballett und Performances.

 

Fast alle Befragten (98 Prozent) halten die Kuki-Veranstaltungen für abwechslungsreich und die Anzahl für „angenehm“ (89 Prozent).

 

Knapp neun Prozent hätten gerne ein größeres Angebot. Dass sich vor allem Fans des Kuki und der Kultur allgemein von der Umfrage angesprochen gefühlt haben, lässt sich auf die hohe Zustimmung zu der Aussage ableiten, das Kulturangebot des Kuki trage „wesentlich zur Lebensqualität im Bergwinkel bei“.

 

Und 68 Prozent finden, die Stadt Schlüchtern sollte in ihrem Haushalt mehr als die 2,4 Prozent für Kulturausgaben ansetzen, die in Deutschland im Durchschnitt aller Kommunen dafür ausgegeben.

 

Ebenfalls eine satte Mehrheit – über 68 Prozent – plädieren dafür, „das Kulturangebot des Kuki eng mit dem der Stadt“ zu vernetzen.

 

Bei der Frage nach der künftigen Finanzierung des Kuki-Kulturbetriebs fallen die Antworten unterschiedlich aus: Über 85 Prozent plädieren dafür, dass die Stadt dafür qualifizierte Fachkräfte einstellt und bezahlt. 44 Prozent sind der Meinung, dass privates Sponsoring die Finanzierung mitsichern soll. Knapp 19 Prozent sprechen sich zu diesem Zweck für höhere Eintrittspreis aus, und rund viereinhalb Prozent erklären sich sogar dazu bereit, selbst mitzuarbeiten.

 

Dass das Kuki nicht mehr die Synagoge nutzen kann, das bedauern nach wie vor sehr viele – obwohl der Fragebogen den früheren Standort gar nicht selbst thematisiert. So heißt es in den Antworten beispielsweise „die Synagoge war einmalig“, „sie fehlt mir“, „das Kuki sollte wieder in die Synagoge gehen“, „die Synagoge hatte mehr Atmosphäre“ oder „die Synagoge war eines der schönsten Kinos der Welt“.

 

 Und das rote Zirkuszelt ist eine Wucht. / ag