Bayerischer Filmpreis für Alexander Scheer als bester Darsteller für seine Rolle als Gundermann. Wir erinnern uns gerne an das großartige Livekonzert der Dresen-Band in Steinau unter der Mitwirkung von Alexander Scheer im Sommer. Diese 2. Uraufführung und zugleich Hessen-Premiere des Films wurde vom KUKI ausgerichtet. *** Das KUKI-Team bereitet gerade die SchulKinoWochen Hessen im KUKI vor. Vom 25. März bis 5. April 2019 gibt es im KUKI-KINO 13 spannende Filme für Schüler/innen aller Altersgruppen und 2 Filmgespräche mit Filmschaffenden. *** Alle Infos unter www.schulkinowochen-hessen.de/schluechtern/ *** Alle Kinofilme laufen im Kino-SAAL, Kirchstraße 32 in Schlüchtern, Ev Gemeindezentrum.
 
Alle lieben das KUKI - Seit 25 Jahren Besuchermagnet
26.11.2018

 

Das KUKI-Zelt im Park - Fotos: KUKI-Kultur & Kino, Dorothee Müller

 

Eine aktuelle großangelegte Umfrage des Schlüchterner Kulturvereins KUKI im Jahr 2018 ergab unter anderem, dass dieser wesentlich zur Lebensqualität im Main-Kinzig-Kreis beiträgt. In der Erhebung konnte man folgenden Halbsatz ergänzen: "Für mich ist ein Besuch im KUKI immer etwas Besonderes, weil …" 1.010 Leute vervollständigten ihn mit begeisterten Äußerungen wie "es mit dem Angebot in einer Großstadt mithalten kann", "es ein Ausflug aus dem Alltag ist" und "es für mich ein Stück Heimat bedeutet". Offensichtlich identifizieren sich die Menschen im Bergwinkel mit "ihrem" KUKI - und das bereits seit 25 Jahren.

Wir treffen Heide Buhmann nebst Hanspeter Haeseler, zwei Vorstandsmitglieder der ersten Stunde, in der Straße mit dem gemütlichen Namen „Feierabendgrund“, wo das KUKI sein Büro hat. Die Hitze an diesem Augusttag ist schweißtreibend, doch im lauschigen Garten und im Schatten eines riesigen Apfelbaums lässt es sich dennoch entspannt über die Anfänge des Vereins plaudern.

Lesen Sie hier den interessanten Artikel von Osthessen-News über 25 Jahre Schlüchterner Kultur-Kino KUKI mit vielen Bildern: 

25 Jahre: Alle lieben das KUKI - die Künstler und das Publikum

 

 
Roter Teppich: Andreas Scheer und Dresen-Band begeisterten im KUKI mit Konzert vor Gundermann-Filmpremiere
15.09.2018

 

„Da geht was, ich spür’s“:

 

Zur Premiere seines Films „Gundermann“ in der Steinauer Katharinenkirche ist Regisseur Andreas Dresen auf Einladung des KUKI in den Bergwinkel gekommen. Zuvor gab er mit seiner Band ein fantastisches Konzert. Foto und Text: Hanswerner-Kruse

 

„Da geht’s was, ich spür’s“, ruft Sänger und Schauspieler Alexander Scheer ins begeisterte Publikum auf dem Steinauer Kumpen, noch bevor die Band überhaupt einen Ton gespielt hat. Dann beginnt die sechsköpfige Gruppe mit der sanften Ballade Gerhard „Gundi“ Gundermanns „Alle Filme sind schon gedreht...“, fetzt danach aber mit dessen Song „Gras“ so richtig wild drauflos.

 

Scheer, der den Gundermann im Film unglaublich authentisch und überzeugend spielt, kommt ohne „Gundi“-Verkleidung auf die Bühne und ist ganz er selbst. Man spürt, dass er schon in vielen Bands mitgewirkt und gesungen hat – der Mann ist eine echte „Rampensau.“ Auf seiner abgeschrappten Gitarre begleitet er die meisten Songs selbst, seine Stimme klingt häufig wie beim frühen Rio Reiser, als der noch bei „Ton Steine Scherben“ sang. Für einige Stücke kommt zum Schluss des gut einstündigen Konzerts noch Anna Unterberger auf die Bühne, die im Film Conny, die Lebensgefährtin des Sängers darstellt.

 

Es ist eine kleine Sensation, dass das Kuki an diesem wunderbaren Abend nicht nur die zweite weltweite Premiere des Films vorbereiten konnte, sondern die Band auch eines ihrer ganz wenigen Konzerte gibt. Der musikalische Filmemacher Dresen freut sich sehr, wieder einmal im Bergwinkel zu sein und lobt die „zauberhafte Kulisse“ in Steinau. Er erinnert daran, dass er hier im Bergwinkel schon häufiger mit seiner Gruppe – in der oft Axel Prahl mitspielt – auftrat. Ausdrücklich bedankt er sich beim KUKI für dessen „wundervolle Arbeit und die Gastfreundschaft.“ mehr

 

Artikel der Kinzigtal Nachrichten plus Bilderstrecke:  „Da geht was, ich spür’s“: Dresen und Scheer begeisterten mit Konzert vor der Filmpremiere

 
Der Großmeister des trockenen Humors: Torsten Sträter
04.09.2018

Torsten Sträter - der Meister des trockenen Humors begeisterte die Stadthalle

Ein Stehtisch, ein Barhocker, Wasser naturell und ein Mann mit Mütze – Torsten Sträter begeistert mit den einfachsten Mitteln in der ausverkauften Stadthalle. Die 500 Zuschauer kommen aus dem Lachen nicht mehr heraus.

Eine lässige Geste mit beiden Armen gen Publikum – und die Gäste in der vollbesetzten Schlüchterner Stadthalle fangen an zu toben: Applaus, Gelächter, Pfiffe – und dabei ist noch kein einziges Wort gefallen. Das ändert sich im Laufe des dreistündigen Programms radikal, denn wenn Sträter etwas kann, dann ist es reden.? Viel, durcheinander, von den Hottentotten zum Penis-Witz springend, nach drei Gedankenschleifen zum ursprünglichen Thema zurückfindend. Wortwitzig, lässig, unterhaltsam...

„Es ist nie zu spät, unpünktlich zu sein“, heißt das aktuelle Programm des 52-Jährigen, von dem der Comedy-Schriftsteller, Slam-Poet und Kabarettist sagt: „Das Programm hat einen roten Faden, aber den erkennen Sie erst nächsten Donnerstag.“ Und prompt bekommen ein paar verspätet Eingetroffene die rhetorischen Fähigkeiten Sträters präsentiert, der in Turbogeschwindigkeit und zusammenfassend die erste Viertelstunde noch einmal Revue passieren lässt.

Beim Eintreffen in Schlüchtern habe ihn ein Schild sehr irritiert: „Pferdeboxen.“ „Ich finde Hundekämpfe schon schlimm“, kalauert Sträter, um gleich darauf zu bekennen: „Ich amüsier mich besser als Sie.“ Und das über so ziemlich alles: „Farid Bang“, den „Vollidiot, der heißt wie ein Badreiniger“, eine „gut abgehangene Gruppe Damen meines Alters“, brandaktuelle Techniktrends, nicht nur für die Hausfrau: „sprechende heranwichsende“, komplett vernetzte, digitale Küchenmaschinen, Thermomix, E-Autos und Vorwerk-Staubsauger, Intervallfasten, Plastikmüll und Starbucks, Kaffeepads, die Prostata, typische Eltern-Sprüche aus der Kindheit, die Hottentotten und eine Afrika-Reise – und „ganz viele Dinge, die mit dem Programm ganz wenig zu tun haben.“ Und trotzdem immer wieder genau den Nagel auf den Kopf treffen.? Den Eindruck hat man: Da steht einer auf der Bühne, der einfach Spaß daran hat, sich durch das Programm zu improvisieren.

 

Zum Artikel: https://wochen-bote.de/2018/09/05/der-grossmeister-des-trockenen-humors/