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Filmplakat

Genre: Drama
FSK: nicht bekannt
Laufzeit: 113 Minuten
Regie: Isabel Coixet
Darsteller: Bill Nighy, Emily Mortimer, Patricia Clarkson, Frances Barber

Europäisches Filmfestival - Der Buchladen der Florence Green


Ort: KUKI-Saal, Schlüchtern, Kirchstraße 32


Reservieren: Klick auf Uhrzeit

Mi, 18.07.2018
19:30

Literaturverfilmung, Großbritannien 2018, 118 Min., ab 0

 

DER BUCHLADEN DER FLORENCE GREEN, eine feinsinnig verfilmte Adaption des Romans Die Buchhandlung der britischen Schriftstellerin Penelope Fitzgerald, zelebriert die Liebe zur Literatur: Florence Green (Emily Mortimer) hat früh ihren Mann verloren, doch ihre gemeinsame Liebe zu Büchern aller Art lässt sie nicht los. Sie investiert ihr gesamtes Vermögen in die Verwirklichung ihres Traums von einem eigenen Buchladen - ausgerechnet im verträumten englischen Hardborough, Ende der 50er Jahre.

 

Es sagt viel über einen Ort aus, wenn die bevorstehende Eröffnung eines Buchladens Gesprächsthema Nummer Eins ist. In Hardborough, einer beschaulichen Ortschaft inmitten der ostenglischen Seenlandschaft, schlägt Florence Greens (Emily Mortimer) Vorhaben hohe Wellen, erst recht im Jahre 1959. Da gibt es die einen, die einfach nicht verstehen, wie man auf so eine Idee kommen kann. Und dann gibt es auch die, die einfach nicht wollen, dass man auf so eine Idee kommt. Kulturliebhaber, Aristokraten, die Upper Class, diejenigen, die das kulturelle Monopol für sich beanspruchen. Violet Gamart (Patricia Clarkson) ist so jemand. Erscheint sie zunächst noch als potenzielle Unterstützerin, wird schnell klar, dass sie in Florence mehr eine Konkurrentin denn eine Mitstreiterin sieht.

 

Doch es gibt auch Lichtblicke im sonst so lesefaulen Hardborough. Der vermeintliche Sonderling Edmund Brundish (Bill Nighy), der zurückgezogen in seinem Haus lebt und sich nur selten hinauswagt. Oder die kleine Christine (Honor Kneafsy), die Florence im Laden aushilft, obwohl sie eigentlich gar keine Bücher mag. Und was zunächst nur wie ein finanziell unkalkulierbares Risiko erscheint, wird so schnell zur kleinen aber feinen Kulturrevolution.

 

Zwar kommt es zwischen Florence und Lady Gamart, die wie die böse Königin in einem Grimm’schen Märchen hoch oben in ihrem Schloss thront, zum unvermeidlichen clash of cultures. Aber dennoch lassen sich Menschen, die zuvor kein Buch in die Hand genommen haben, von Florence Liebe zur Literatur anstecken. Und so gelingt es nach und nach, die verstaubten Strukturen aufzubrechen, die das kulturelle Bild in der Vergangenheit prägten, die vorgaben, was gut ist und was schlecht, was Kultur ist und was nicht.