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Kulturangebote des Kuki trägt wesentlich zur Lebensqualität im Bergwinkel bei — 1.300 Menschen nehmen an Umfrage teil
22.03.2018

 

Die Fuldaer Zeitung hat das Ergebnis der Besucherumfrage des KUKI eingehend analysiert: 

www.fuldaerzeitung.de/ Die Umfrageergebnisse im Detail

 

Lesen Sie hier eine Zusammenfassung ohne die Grafiken:

 

Das Kuki wird von Lob geradezu überschüttet 

 

SCHLÜCHTERN  Das Kuki genießt bei seinen Fans ein hohes Ansehen. Das lässt sich einer Online-Befragung entnehmen, an der fast 1300 Menschen teilgenommen haben. Über 90 Prozent urteilen, dass das Kulturangebot des Kuki „wesentlich zur Lebensqualität im Bergwinkel beiträgt“. Fast ebenso viele plädieren dafür, dass die Stadt künftig das Angebot an Film, Musik und Kabarett wesentlich mitfinanziert.

 

Vier Wochen war die Umfrage online erreichbar und so eingestellt, dass die insgesamt 19 Fragen von jedem PC aus nur einmal beantwortet werden konnten. Dies sollte verfälschende Mehrfachbeantwortungen verhindern. Im Durchschnitt sind die Teilnehmer 49 Jahre alt, überwiegend (64 Prozent) weiblich, und sie leben zu 57 Prozent in Schlüchtern und seinen Stadtteilen. 69 Prozent der Antwortenden besuchen das Kuki ab und zu, 30 Prozent regelmäßig. 60 Prozent halten dieses Angebot für sehr wichtig oder wichtig (37 Prozent).

 

Alle Befragten hatten auch die Möglichkeit zu erklären, ob und warum ein Besuch im Kuki etwas besonderes ist. Viele lobten die gemütliche Atmosphäre, die kurzen Wege, den Kontakt zu anderen Besuchern, die Programmauswahl jenseits des Mainstreams und dass das Kuki „ein für den ländlichen Raum überdurchschnittliches kulturelles Angebot“ offeriert. Fast jeder Antwortende äußert sich zu der Frage. Und die weit überwiegende Mehrzahl überschüttet das Kuki geradezu mit Lob.

 

Ganz hoch im Kurs stehen bei den Befragten die Kinofilme (91 Prozent), Kabarett/Comedy (55 Prozent) sowie Rock- und Popkonzerte (31 Prozent). Die wenigsten (6,6 Prozent) interessieren sich für Tanz/Ballett und Performances.

 

Fast alle Befragten (98 Prozent) halten die Kuki-Veranstaltungen für abwechslungsreich und die Anzahl für „angenehm“ (89 Prozent).

 

Knapp neun Prozent hätten gerne ein größeres Angebot. Dass sich vor allem Fans des Kuki und der Kultur allgemein von der Umfrage angesprochen gefühlt haben, lässt sich auf die hohe Zustimmung zu der Aussage ableiten, das Kulturangebot des Kuki trage „wesentlich zur Lebensqualität im Bergwinkel bei“.

 

Und 68 Prozent finden, die Stadt Schlüchtern sollte in ihrem Haushalt mehr als die 2,4 Prozent für Kulturausgaben ansetzen, die in Deutschland im Durchschnitt aller Kommunen dafür ausgegeben.

 

Ebenfalls eine satte Mehrheit – über 68 Prozent – plädieren dafür, „das Kulturangebot des Kuki eng mit dem der Stadt“ zu vernetzen.

 

Bei der Frage nach der künftigen Finanzierung des Kuki-Kulturbetriebs fallen die Antworten unterschiedlich aus: Über 85 Prozent plädieren dafür, dass die Stadt dafür qualifizierte Fachkräfte einstellt und bezahlt. 44 Prozent sind der Meinung, dass privates Sponsoring die Finanzierung mitsichern soll. Knapp 19 Prozent sprechen sich zu diesem Zweck für höhere Eintrittspreis aus, und rund viereinhalb Prozent erklären sich sogar dazu bereit, selbst mitzuarbeiten.

 

Dass das Kuki nicht mehr die Synagoge nutzen kann, das bedauern nach wie vor sehr viele – obwohl der Fragebogen den früheren Standort gar nicht selbst thematisiert. So heißt es in den Antworten beispielsweise „die Synagoge war einmalig“, „sie fehlt mir“, „das Kuki sollte wieder in die Synagoge gehen“, „die Synagoge hatte mehr Atmosphäre“ oder „die Synagoge war eines der schönsten Kinos der Welt“.

 

 Und das rote Zirkuszelt ist eine Wucht. / ag

 
KUKI startet Besucherumfrage
08.02.2018

Das Interesse am Programm des Kuki in Schlüchtern erfreut sich großer Beliebtheit. Einzigartige Momente im Kino und mit berühmten Künstlern – dafür steht das Kuki. Seit 25 Jahren sorgen die Aktiven auf ehrenamtlicher Basis für ein hochkarätiges Kulturprogramm.


Das zivilgesellschaftliche Engagement ist die Säule der zahlreichen Angebote des Kuki, ohne Beteiligung der vielen ehrenamtlichen Personen würde das Programm nicht existieren. 253 Veranstaltungen, 16 000 Zuschauer, 130 000 Euro Gesamtaufwand im Jahr, bürgerschaftliches Engagement im Wert von drei Millionen Euro, die den Kulturetat der Stadt über 25 Jahre hinweg entlasteten und eine halbe Million Zuschauer – das sind nur einige Zahlen aus der 25-jährigen Statistik des Schlüchterner Kuki.


Doch gilt es auch die Grenzen des Ehrenamts im Blick zu haben, darauf macht der Vorstand des Kuki aufmerksam und will in einer Besucherbefragung die Vorstellungen der Bürger zu den kulturellen Angeboten aus Filmkunst, Rock & Pop, Kabarett, Theater, Lesungen, Chanson, Weltmusik, Jazz, Singer-Songwriter, Kinderprogramm erfragen. Die jetzt gestartete Besucherbefragung ist eine einmalige Gelegenheit für die Bürger, die Programminhalte des Kuki mitzugestalten und für dessen Fortbestand Sorge zu tragen.


In einer Pressemitteilung macht der Kuki-Vorstand klar: „Der Einsatz engagierter Bürger kann und darf kein Ersatz für Fachstellen sein. Dies ist von Bürgermeister Möller und zahlreichen Stadtverantwortlichen erkannt worden, seit einem Jahr finden Gespräche mit dem Ziel statt, die Kulturarbeit der Stadt und das Kuki miteinander zu verzahnen, ein gemeinsames Kulturmarketing zu betreiben und personell und strukturell für die Zukunft fit zu machen. Die Stadt signalisiert, ihrer Verantwortung nachzukommen und strukturbildend zu wirken, um nachhaltige stabile Rahmenbedingungen für das kulturelle Angebot in Schlüchtern zu schaffen.“


Um die Qualität kultureller Veranstaltungen zu gewährleisten, brauche es professionelle Fachkräfte, auch als festangestellte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Institutionen. Es gelte professionelle und qualitätsvolle Arbeit angemessen zu honorieren. Insbesondere sei der erhebliche Aufwand für die Konzeption, Kommunikation, Organisation und Umsetzung von Kultur-Angeboten angemessen zu berücksichtigen. Schwierig werde es dann, wenn in Finanzierungsplänen keinerlei Positionen für diese Tätigkeiten vorgesehen sind, denn „das macht man nicht mal so eben – nebenbei – abends – privat.“ Qualität habe ihren Preis. Kulturelle Events müssten eine konjunkturunabhängige Pflichtaufgabe werden, auch von der Politik, von der Kommune. Ebenso brauche Kultur Räume, um sich entfalten.


Der Kulturfinanzbericht der statistischen Ämter des Bundes und der Länder weist aus, dass die Kommunen in Deutschland 2,4 Prozent ihres Haushalts im Durchschnitt ausgeben. „Hier ist in Schlüchtern noch Luft nach oben“, betont der Kuki-Vorstand.


Es sei nun an den Stadtverantwortlichen, etwas mit der Marke Kuki anzufangen, die über die Jahre eine enorme Strahlkraft nach außen entwickelt habe. Ein solches Kulturangebot trage dazu bei, dass ländlicher Raum für die Menschen zum Wohnen und Arbeiten attraktiv werde, sind sich die Kuki-Verantwortlichen sicher. Die Politiker müssten sich fragen, was ihnen gute Kulturarbeit wert sei. Das Kuki stellt dazu klar: „Ansonsten droht dem engagierten Kulturverein dieses Jahr das Aus, da die Arbeit für die Veranstaltungen im Hintergrund ehrenamtlich so nicht mehr zu leisten ist. Eine enge Verzahnung der Kulturangebote von Kuki und Stadt ist denkbar, in welcher Organisationsform auch immer.“


Vom Publikum möchte der Verein wissen, wie dieses sich die künftige Ausrichtung des Kuki vorstellt und wünscht sich eine möglichst hohe Beteiligung. Die Umfrage ist unter www.kukikino.de zu finden. Unter allen Teilnehmern verlost das Kuki drei 50-Euro-Gutscheine für Tickets im Kuki und wünscht viel Glück.

 
Ehrung geht an „kulturellen Leuchtturm“: Kuki erhält Kinoprogrammpreis des Bundes
19.10.2017

 

Hanspeter Haeseler, Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Heide Buhmann und Malte Strietzel (von links) bei der Preisverleihung

 

Ein Grund zum Feiern für das Kuki: Die Vorstände Hanspeter Haeseler, Heide Buhmann und Malte Strietzel haben in Potsdam von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) den Kinoprogrammpreis des Bundes für ein herausragendes Kinder- und Jugendprogramm erhalten.

 

Die Verleihung fand während einer Gala in der Potsdamer Waschhaus-Arena statt. Programmkino-Betreiber aus ganz Deutschland sowie engagierte Film-Verleiher und Ehrengäste waren dort zusammengekommen, um gemeinsam das engagierte Arthouse-Kino, das einen wertvollen Beitrag für eine diskussionsfreudige, offene Gesellschaft leistet, zu feiern.


In ihrer Laudatio stellte Kulturstaatsministerin Grütters das engagierte Programmkino als unverzichtbaren Kulturort heraus, der Filmperlen auf die Leinwand bringe und als kulturelle Institution unverzichtbar für eine offene Gesellschaft sei. Es gelte ein öffentliches Bewusstsein für die Bedeutung des Kinos als Ort gesellschaftlicher Auseinandersetzung aufrechtzuerhalten, gerade auch im ländlichen Raum.Grütters lobte diese Kinobetreiber für ihren Mut zum ökonomischen Risiko, diese brauchten die Anerkennung und Unterstützung durch die Film- und Kinoförderung.


Das Kuki erhält den Kinoprogrammpreis des Bundes als ein wichtiger Ort der Begegnung und als kultureller Leuchtturm in der Region: für sein Engagement, mit Phantasie und Kreativität den jungen Kino-Besuchern ein umfassendes Filmerlebnis zu bieten, das die Medienkompetenz und den eigenen Selbstfindungsprozess fördert, das einen Perspektivenwechsel ermöglicht und Kino auch als sozialen Ort erfahrbar macht.


Seit vielen Jahren arbeitet das Kuki mit anderen sozialen und interkulturellen Trägern, zum Beispiel dem CJD Schloss Hausen, der Ökologischen Forschungsstation und weiteren regionalen Kooperationspartnern zusammen, um den Kinobesuch für den Nachwuchs zu einem Ereignis zu machen. Abgestimmt auf die handverlesenen Familienfilme bietet das Kuki Theaterspiel, kreatives Gestalten, Filmpartys, Schminken, Kostümieren und Bewegungsspiele.


Ein Glanzlicht stellte in diesem Jahr das Mondlichtfest dar, das unter dem Motto „Piraten“ stand und mit Kino, Zirkustheater, Erlebnisparcours, originellen Aktionen und einer spektakulärer Feuershow Klein und Groß gleichermaßen begeisterte.